State of the Map 2026
geOps entwickelt hochwertige Geodatenlösungen und -dienstleistungen mit Open-Source-Technologien und nach anerkannten Branchenstandards. Selbstverständlich spielt OpenStreetMap dabei eine zentrale Rolle. Im August 2026 nahmen geOps-Entwickler an der State-of-the-Map-Konferenz teil, um sich mit der OSM-Community auszutauschen und wertvolle Einblicke in die neuesten Entwicklungen und Trends zu gewinnen.
Wenig überraschend stand dabei eine Frage besonders im Mittelpunkt: Wie lassen sich hochwertige Geodaten für die Nutzung in OSM gewinnen und in das breitere Geodaten-Ökosystem integrieren? Entscheidend ist, es Mitwirkenden leicht und zugänglich zu machen, Daten hinzuzufügen und zu aktualisieren. In einer der Keynotes stellte Panoramax, eine neue Plattform zum Erfassen, Teilen und Bereitstellen bodennaher Bilder, seine Vision und seinen Ansatz vor. Ziel ist es, den Beitragsprozess zu vereinfachen und gleichzeitig eine hochwertige Datenerfassung sicherzustellen.
Im zweiten Vortragsblock verlagerte sich der Fokus auf die Performance von Webkarten und die Optimierung von Vektorkacheln. Das war für geOps besonders interessant, weil unsere Karten auf MapLibre sowie OSM-Kachelstandards wie OpenMapTiles und Shortbread basieren. In einem Vortrag zum aktuellen Stand von MapLibre präsentierte Gründungsmitglied Yuri Astrakhan das neue Kachelformat MLT, die MapLibre-Alternative zu Mapbox MVT. Er erläuterte unter anderem, wie die spaltenbasierte Kodierung von MLT die Datenkompression verbessert und die Gesamtgröße von Vektorkacheln reduziert. Das führt zu einem schnelleren Karten-Rendering und einer besseren Nutzererfahrung. MapLibre unterstützt das Format zwar noch nicht vollständig, geOps wird seine potenziellen Vorteile für unsere Karteninfrastruktur mit zunehmender Reife des Formats jedoch genau beobachten und bewerten. In einer weiteren Session erklärte Thunderforest-Gründer Andy Allan die Herausforderungen beim Wechsel von der Rasterkachel-Version seiner Transportkarte zu einem Ansatz mit Vektorkacheln. Außerdem stellte er GLUG vor, eine einfach zu nutzende Programmiersprache zur Erstellung von MapLibre-Kartenstilen.

Weitere Vorträge berichteten über Neuigkeiten und Updates zu verschiedenen Routing-Lösungen auf Basis von OpenStreetMap-Daten, darunter MOTIS, Transitious und OSRM. Auch Offline-Karten in Zügen und die Erstellung großer Mengen gedruckter Umgebungskarten für Bushaltestellen wurden behandelt.
Zusammenfassend bot die State of the Map 2026 wertvolle Einblicke in die neuesten Entwicklungen und Trends im OpenStreetMap-Ökosystem. Vielleicht bekommt geOps auf der nächsten Konferenz die Gelegenheit, eigene Lösungen und Beiträge für die Community zu präsentieren.





